Es gibt ein Bild von uns, das kein anderer Mensch sehen kann und das dennoch großen Einfluss darauf hat, wie wir durch unser Leben gehen. Es ist das Bild, das wir von uns selbst in unserem Inneren tragen.
Wir begegnen ihm morgens vor dem Spiegel, beim Anziehen, beim Treppensteigen oder auf einem Foto. Wer längere Zeit mit gesundheitlichen Beschwerden lebt, beginnt sich leicht selbst als krank zu betrachten. Wer über Jahre an Gewicht zugenommen hat, sieht im Spiegel irgendwann vor allem das Übergewicht. Wer sich wenig bewegt, beginnt sich als unbeweglich zu empfinden.
So kann aus einem gegenwärtigen Zustand unbemerkt ein Selbstbild entstehen.
Doch der heutige Zustand ist eine Situationsaufnahme. Er muss nicht das Bild sein, das wir in die Zukunft tragen.
Veränderung beginnt in dem Augenblick, in dem wir aufhören, ausschließlich das zu betrachten, was heute ist und sich aus der Vergangenheit bis hierher entwickelt hat. Stattdessen sehen wir ein neues Bild davon, was wir gestalten wollen und was entstehen soll.
Und gleich zu Beginn: Wir alle tragen die gleichen Anlagen in uns – den Geist, die Empfindung, das Gehirn und den Verstand. Wir besitzen die Fähigkeit zu denken. Der Unterschied liegt in der Verwendung!
Eine Übung: Schließen Sie für einen Augenblick die Augen und sehen Sie sich vollständig gesund. Sehen Sie sich beweglich, kraftvoll und voller Lebensenergie. Sehen Sie einen schlanken und straffen Körper, wenn dies Ihrem persönlichen Ziel entspricht, ein strahlendes Gesicht, ein frisches Aussehen, eine aufrechte Haltung und die Freude, mit der Sie sich bewegen.
Das fühlt sich gut an. Streichen Sie einschränkende Gedanken sofort!
Gehen Sie einen Schritt weiter: Empfinden Sie diesen Zustand. Erleben Sie im Geiste Ihre Vitalität, Ihr strahlendes Aussehen und Ihre Lebensfreude. Durchglühen Sie dieses Bild mit Ihrer geistigen Kraft.
Das (!) ist Ihre Fähigkeit zu gestalten. So herrscht Ihr Geist über die Materie.
Verwandeln Sie „Ich muss abnehmen“ in: „Ich bin schlank, ich bin topfit, ich sehe großartig aus.“ Auch wenn das heutige „grobstoffliche“ Erscheinungsbild dies noch nicht widerspiegelt, setzen Sie damit eine neue, konkrete Ursache.
Aus „Ich bin krank“ oder „Ich will nicht mehr krank sein“ wird: „Ich bin gesund und strahlend vital, topfit, beweglich und voller Energie.“
Der Schlüssel lautet: Sobald Sie es geistig festlegen UND für wahr halten, bauen Sie auf einer neuen Grundlage auf.
Ich bin gesund und strahlend vital. Auf vollkommene Art und Weise. Das ist die neue Richtung.
Was wir wiederholt denken, empfinden und tun, hinterlässt Spuren.
Wann immer wir denken, fühlen oder handeln, kommunizieren Nervenzellen miteinander. Werden bestimmte Verbindungen häufig aktiviert, können sie stärker werden. Stellen Sie sich einen Weg durch eine Wiese vor: Gehen Sie ihn einmal, ist er bald nicht mehr zu erkennen. Gehen Sie ihn immer wieder, entsteht ein Trampelpfad und schließlich ein Weg, dem Sie beinahe automatisch folgen.
Ähnlich entstehen neuronale Bahnungen. Der Neuropsychologe Donald Hebb beschrieb ein grundlegendes Lernprinzip: Nervenzellen, die wiederholt gemeinsam aktiviert werden, verstärken ihre Verbindung. Unser Gehirn bleibt dabei ein Leben lang veränderbar. Diese Fähigkeit wird als Neuroplastizität bezeichnet.
Das bedeutet: Auch eingefahrene Wege sind nicht die einzigen Wege.
Was wir regelmäßig denken, empfinden und tun, stärkt bestimmte Bahnen. Deshalb entscheidet unsere innere Ausrichtung mit darüber, welche Wege wir weiter ausbauen.
Traumalbum und Zielsetzung nehmen die Transformation geistig vorweg. Sie geben dem gewünschten Zustand ein Bild und Worte, sodass der Verstand ihn aufnehmen und verarbeiten kann und die geistige Ausrichtung gestärkt wird.
Verwenden Sie ein Foto aus Ihrer Vergangenheit, das Sie mit Gesundheit, Vitalität und dem Bestzustand Ihrer Möglichkeiten verbinden. Haben Sie ein solches Bild nicht, gestalten Sie eines oder lassen Sie mit KI ein entsprechendes Bild erstellen.
Es geht um das Bild, wie Sie sich sehen wollen. Lassen Sie dieses Bild zu und freuen Sie sich darauf. Wir leben immer nur in der Gegenwart. Die Vergangenheit ist Geschichte. Sie können sie loslassen.
Betrachten Sie nicht länger den Zustand, den Sie überwinden wollen. Richten Sie Ihren Blick auf den Zustand, den Sie verwirklichen wollen. Gestalten, ja formen Sie dieses Bild von sich in diesem Moment – auf vollkommene Art und Weise, so oder besser.
Im Geist wird die Ursache gelegt. Das Bild im Traumalbum liefert dem Verstand die Verstärkung. Mit den Bildern visualisieren Sie. Durch das Aufschreiben manifestieren Sie.
Beschreiben Sie den Idealzustand Ihrer Gesundheit in Ihrer Zielplanung. Durch das Aufschreiben bringen Sie Bilder und Gedanken in die dichtere Stofflichkeit und verankern sie durch das geschriebene oder getippte Wort in der groben Stofflichkeit.
Was Sie schreiben, bleibt!
Dann kommt der entscheidende Augenblick: Das innere Bild trifft auf das wirkliche Leben.
Wer sich geistig als beweglichen Menschen erlebt, beginnt sich zu bewegen. Wer einen kräftigen und straffen Körper vor Augen hat, trainiert entsprechend. Wer Gesundheit und Vitalität zu seinem Ziel gemacht hat, betrachtet Ernährung, Schlaf, Erholung, Bewegung und die eigenen Gewohnheiten aus einer neuen Perspektive.
So entstehen die grünen Aktivitäten.
Der Spaziergang ist keine Strafe für das Gewicht auf der Waage. Das Training ist keine Wiedergutmachung für einen Körper, der noch nicht dem Wunschbild entspricht. Gesundes Essen bedeutet nicht Verzicht. Diese Handlungen gehören zu dem Menschen, der Sie sein wollen.
Das ist Transformation.
Sie wollen gesund, schön, strahlend vital, schlank und topfit sein.
Hier setzen Sie die Ursache: Ich will gesund sein. Ich will schlank sein. Ich will vital sein.
Zur Wiederholung: Wir alle tragen die gleichen Anlagen in uns – vor allem den freien Willen. Der Unterschied liegt in der Verwendung.
Transformation verläuft nicht in einer geraden Linie. Das Gewicht verändert sich nicht jeden Tag, Regeneration braucht Zeit und die körperliche Entwicklung folgt ihrem eigenen Rhythmus.
Währenddessen geschieht bereits sehr viel.
Die Hose sitzt lockerer. Die Treppe fällt leichter. Der Schlaf wird erholsamer. Bewegung macht wieder Freude. Das Gesicht verändert sich, die Haltung wird aufrechter und eines Morgens sehen Sie selbst im Spiegel, dass etwas geschehen ist.
Diese Momente gehören in Ihr Erfolgstagebuch. Das Erfolgstagebuch ist die Fortsetzung Ihrer schriftlichen Zielplanung.
Nicht erst das große Endergebnis ist ein Erfolg. Jeder erkennbare Fortschritt ist Teil der Transformation. Wer diese Veränderungen festhält, richtet seinen Blick nicht mehr ausschließlich auf das, was noch fehlt, sondern erkennt, was bereits entstanden ist.
Mit der Veränderung entstehen neue Ideen und Möglichkeiten. Eine neue Form der Bewegung, eine veränderte Ernährung, mehr Zeit in der Natur, ein Gesundheitscheck, eine Fastenzeit, ein Trainingsziel oder eine neue Tagesroutine finden ihren Platz in der Ideenbank und können zu konkreten Aktivitäten oder einem eigenen Projekt werden.
So entsteht Ihr persönliches Projekt Gesundheit.
Das Traumalbum hält das Bild lebendig. Die Zielsetzung gibt ihm Klarheit. Die grünen Aktivitäten bringen es in den Alltag. Die Ideenbank eröffnet neue Wege. Die Projektplanung schafft Struktur. Das Erfolgstagebuch macht die Entwicklung sichtbar.
So greifen die PlusX2 Werkzeuge ineinander und begleiten eine Transformation, die im Inneren beginnt und im täglichen Leben Ausdruck findet.
Hinter Begriffen wie Neuroplastizität, neuronalen Bahnen und emotionaler Verankerung steht eine faszinierende und zugleich einfache Erkenntnis: Der Mensch ist lernfähig und veränderungsfähig. Wiederholung stärkt Verbindungen, Empfindung gibt Erlebnissen Bedeutung und wiederholtes Handeln lässt neue Gewohnheiten entstehen.
Deshalb beginnt Gesundheit nicht erst dann, wenn ein bestimmtes Gewicht auf der Waage steht oder ein gewünschter Zustand vollständig erreicht wurde.
Die Transformation beginnt mit der Entscheidung für eine neue Richtung.
Sie sehen den Menschen, der Sie sein wollen. Sie geben diesem Bild Klarheit und Empfindung, richten Ihre täglichen Entscheidungen darauf aus und machen Ihre Fortschritte sichtbar.
So wird aus einem Gedanken ein inneres Bild, aus dem Bild entsteht eine Richtung, aus der Richtung folgen Entscheidungen und aus vielen konsequenten Schritten entwickelt sich ein neues Selbstverständnis.
Das eigene Leben beginnt sich dem inneren Bild anzunähern.
PlusX2 macht diesen Weg sichtbar und hilft dabei, die Aufmerksamkeit immer wieder auf das zu richten, was entstehen soll.
Visualisieren. Manifestieren. Erleben.
Bei allen Gedanken über Visualisierung, Empfindung, Selbstbild und die geistige Arbeit an der eigenen Gesundheit bleibt für mich ein Zusammenhang von übergeordneter Bedeutung: Der Mensch ist ein Geschöpf Gottes.
Geistige Kraft ist für mich deshalb keine vom Schöpfer losgelöste menschliche Fähigkeit. Der Mensch trägt seine Anlagen in sich, doch die ursprüngliche Kraft und Ursache des Lebens liegen in Gott. Der Glaube an den Schöpfer, das Gebet und die innige Bitte um Kraft, Erkenntnis, Führung und Heilung gehören für mich deshalb wesentlich zu jeder ernsthaften geistigen Beschäftigung mit der eigenen Gesundheit.
Gesundheit betrachte ich als den natürlichen Zustand des Menschen. Dennoch begegnen uns Krankheiten, körperliche Einschränkungen und schwere Leiden, deren Ursachen wir mit unserem gegenwärtigen Wissen oftmals nicht vollständig erkennen können. Das gilt besonders für angeborene Erkrankungen und genetische Veränderungen, aber ebenso für gesundheitliche Situationen, bei denen sich die Frage nach dem Warum nicht ohne Weiteres beantworten lässt.
Meine persönliche Weltanschauung geht davon aus, dass ein Erdenleben nur einen Ausschnitt einer wesentlich größeren Entwicklung darstellt. Wenn der Mensch bereits andere Erdenleben durchlaufen hat, können Ursachen und Wirkungen über die Grenzen des gegenwärtigen Lebens hinausreichen. In diesem Verständnis können auch karmische Zusammenhänge in Betracht gezogen werden: gegenwärtige Erfahrungen als Wechselwirkungen früher gesetzter Ursachen, an die sich der Mensch heute nicht bewusst erinnert.
Ebenso halte ich es für wesentlich, die Wechselwirkungen zwischen Seele, Geist und Körper zu betrachten. Seelische Belastungen und Konflikte können sich körperlich auswirken. Ein Leiden kann dadurch zugleich Anlass werden, innezuhalten, Zusammenhänge zu erkennen, die bisherige Lebensweise zu überprüfen und die eigene Entwicklung wieder in Bewegung zu bringen.
Das bedeutet für mich ausdrücklich nicht, dass ein leidender Mensch seine Krankheit einfach selbst „verschuldet“ hat. Die Zusammenhänge können wesentlich größer sein als das, was wir aus der gegenwärtigen Situation heraus erkennen können. Gerade deshalb halte ich die ernsthafte Suche nach Ursachen und Erkenntnis für so bedeutsam.
Wer vor einer schweren körperlichen oder seelischen Herausforderung steht, sollte aus meiner Sicht alle sinnvollen Möglichkeiten in Betracht ziehen, die zu einer Verbesserung und Auflösung der Situation beitragen können. Dazu gehören für mich medizinische Hilfe und verantwortungsvolle Behandlung ebenso wie die Betrachtung der eigenen Lebensweise, seelischer Belastungen und geistiger Zusammenhänge – und die Bitte an Gott um Kraft, Hilfe und Erkenntnis.
Auch körperliche Reaktionen ausschließlich als Gegner zu betrachten, greift nach meinem Verständnis zu kurz. Viele Vorgänge des Körpers sind Reaktionen eines lebenden Organismus, der fortwährend reguliert, schützt, repariert und sein Überleben zu sichern versucht. Daraus leite ich für mich die Frage ab: Welchen Zusammenhang habe ich noch nicht verstanden? Was will mir diese Situation zeigen? Welche Ursache kann erkannt und verändert werden?
Der Glaube an einen liebenden Schöpfer führt mich dabei zu einer grundsätzlichen Haltung: Krankheit und Leiden sind für mich nicht das letzte Wort über den Menschen. Sie können Teil einer Entwicklung sein, deren Gesamtzusammenhang wir im Augenblick noch nicht überblicken.
Deshalb bedeutet geistige Arbeit an der Gesundheit für mich mehr, als sich lediglich gesund vorzustellen. Sie bedeutet, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, nach Ursachen zu forschen, Erkenntnis zu suchen, das eigene Denken und Handeln neu auszurichten und zugleich anzuerkennen, dass die Kraft des Lebens ihren Ursprung nicht allein im Menschen selbst hat.
Der Mensch kann gestalten. Doch er gestaltet als Teil der Schöpfung.
Das Gebet um Gesundheit, Erkenntnis und Hilfe steht deshalb für mich nicht im Gegensatz zu eigenem Handeln. Es ergänzt dieses Handeln um Demut und um das Bewusstsein, dass wir nicht sämtliche Zusammenhänge kennen.
Und so bleibt neben allem Visualisieren, Manifestieren und Handeln die innige Bitte:
Gott, gib mir Kraft. Zeige mir die Ursache. Schenke mir Erkenntnis. Hilf mir, das zu verändern, was verändert werden soll, und den Weg zu vollständiger Gesundheit zu finden.