Alles in Ordnung? 


Aber was ist Ordnung? Wir erleben die Zeit des Wandels. Neue Erkenntnisse werden offenbar, alles kommt ans Licht. Doch trotz aller Fortschritte bleibt die Klarheit oft aus: Was ist der Sinn des Lebens? Wie gestalten wir harmonische menschliche Beziehungen? Und wie erreichen und erhalten wir eine friedliche Weltgemeinschaft?

Ungewissheit und Begriffsverwirrung haben eine beunruhigende Dimension erreicht. Die zentrale Frage drängt sich auf: Wie kommen wir zu einer Ordnung, die Klarheit und Stabilität bringt?

Ordnung als Fundament des Lebens

Wie einst beim Turmbau in Babylon verstehen wir uns oft nicht mehr. Diese Verwirrung erschwert den Aufbau stabiler Brücken zwischen Einzelmenschen und Nationen. Begriffe sind nicht mehr eindeutig definiert, ihre Bedeutung verschwimmt. Doch hier liegt der Kern des Problems – und zugleich der Ausgangspunkt für eine Lösung: Es ist erforderlich, dass unsere Begriffe klar sind, um als Wegweiser zu dienen.

Was ist ein Begriff? Ein Begriff ist eine Zusammenfassung gesetzmäßiger Vorgänge, eingebettet in die universelle Ordnung der Schöpfung. Nur wenn Begriffe ihren Ursprung in den Prinzipien des Lebens und nicht in willkürlichen menschlichen Vorstellungen finden, kann darauf eine stabile Ordnung entstehen.

Ordnung als universelles Prinzip

Betrachten wir die Natur: Alles folgt einer geordneten Struktur. Die Jahreszeiten wechseln in präziser Abfolge, Tag und Nacht umarmen sich in rhythmischem Wechsel, die Gestirne bewegen sich in einer harmonischen Choreografie. Diese natürliche Ordnung ist kein Zufall, sondern ein Spiegel der universellen Gesetze.

Doch während die Schöpfung in vollkommener Harmonie wirkt, erschaffen wir Menschen hin und wieder unsere eigene "Ordnung" – die in Wahrheit meist eine Quelle der Unordnung ist. Wir stören natürliche Abläufe, ignorieren die Zeichen der Natur und driften in ein Ungleichgewicht, das uns schließlich auf allen Ebenen belastet.

Der Mensch in der Ordnung des Lebens

Auch das menschliche Leben folgt einer klaren Entwicklung: Von der Kindheit zur Jugend, von der Blüte der Reife bis hin zur Weisheit des Alters. Jede Phase hat ihren Sinn, ihre eigene Aufgabe.

Würde jeder Mensch diese Entwicklung bewusst annehmen, wäre unser Zusammenleben geprägt von Harmonie. Die Jugend würde voller Tatkraft handeln, während das Alter mit Besonnenheit und Erfahrung lenkt. Niemand würde von der Jugend Weisheit fordern oder vom Alter ungestümes Voranstürmen erwarten. Dieses Bewusstsein würde unrealistische Erwartungen und Missverständnisse auflösen.

Die wahre Ordnung folgt dem Prinzip: Alles zu seiner Zeit. Kein Wachstum ohne Wurzel, keine Frucht ohne Blüte. Jedes Element baut auf dem vorherigen auf, nichts kann übersprungen werden, ohne das Gleichgewicht zu stören.

Gesellschaft und Ordnung

Diese Prinzipien gelten nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für Gesellschaften und Staaten. Eine gesunde Ordnung wäre vergleichbar mit einem Baum: fest verwurzelt, organisch wachsend, schützend und nährend für jene, die in seinem Schatten ruhen.

Doch bislang wurde keine Gesellschaftsform geschaffen, die konsequent auf universellen Gesetzen basiert. Menschliche Gesetzgebung kann daher unvollkommen sein, geprägt von Eigeninteressen und Widersprüchen. Würden sich Staaten auf ethische Prinzipien und echte Werte gründen – auf Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Respekt vor der Schöpfung –, dann würde sich wahre Ordnung entfalten. Dies wäre eine Stütze für alle, die darin leben.

Ordnung im Alltag

Manche Menschen haben kaum gelernt, den Tagesablauf in Einklang mit der natürlichen Ordnung zu bringen. Die Nacht wird zum Tag gemacht, der Rhythmus des Lebens ignoriert. Doch die Natur zeigt uns, dass Energie in Zyklen fließt: Der Morgen dient der Inspiration, dem Schaffen und Gestalten, der Nachmittag der Umsetzung und Strukturierung, die Nacht der Erholung und Sammlung.

Wenn wir uns in diesen Rhythmus einfügen, erleben wir die volle Entfaltung unseres Potenzials. Ein gut organisierter Tag, Ordnung in den Zielen und Aktivitäten bringt uns sofort mehr Kraft und Klarheit.

Die innere Ordnung als Ursprung

Die Ordnung beginnt in uns selbst. Wenn das Denken sprunghaft ist, die Gefühle ungeordnet, die Entscheidungen unreflektiert bleiben, dann ist der Boden zur äusseren Unordnung gelegt. Wenn die Gedanken nur halb entwickelt werden, vergehen Ideen, ehe sie gereift sind. Dann verblassen auch gute Vorsätze im Trubel des Alltags.

Hier beginnt der Wandel: Ordnung im Denken, Ordnung im Empfinden, Ordnung im Handeln. Wenn Gedanken bis zur Klarheit geführt werden, wenn Gefühle bewusst durchlebt werden, wenn Wissen in Weisheit übergeht – dann entsteht eine innere Struktur, die sich nach außen fortsetzt.

Jede Handlung, jede Entscheidung trägt Konsequenzen. Gedanken kehren zu uns zurück – verstärkt durch die Energie, mit der sie ausgesandt wurden. Wer Chaos sät, wird Unordnung ernten. Wer Klarheit und Ordnung in sich trägt, wird diese Qualitäten in seiner Umgebung verankern.

Das Prinzip der Ordnung

Ordnung hält die Schöpfung zusammen. Ohne sie würde alles auseinander fallen. Passt sich der Mensch nicht der natürlichen Ordnung an, stellt er sich selbst ins Abseits des Lebens.

Wer sich dem Prinzip öffnet, wer sich in Harmonie mit der universellen Ordnung bewegt, der wird erleben, wie sich sein Leben klärt und entfaltet. Ordnung ist der Beginn eines bewussten, erfüllten Lebens. Sie hat auch zwei Schwestern: Die Pünktlichkeit und die Zuverlässigkeit. 

PlusX2 Werkzeuge fördern die Ordnung

Zielplanung, Aktivitäten-Checkliste, Ideenbank, Projektsteuerung und Kontaktverwaltung bringen mehr Ordnung in die Organisation des Tages, unterstützen bei der Ordnung der Ziele und der dahin führenden Gedanken und Handlungen. Es heisst: Ordnung ist das halbe Leben. 

Gut, wenn alles in Ordnung ist.